
Bei der übersetzungsorientierten Erfassung von Terminologie geht es darum, Begriffe mit ihren Benennungen in verschiedenen Sprachen zu dokumentieren, um eine eindeutige und einheitliche Übersetzung zu gewährleisten. Vor dem Aufkommen des Computers verwendete man dazu Karteikarten. Ähnlich wie eine Karteikarte überlassen es die meisten PC-Terminologieverwaltungssysteme (TVS) dem Anwender, wie einfach oder differenziert der terminologische Eintrag gestaltet wird. Die Eintragsstruktur kann also flexibel und vom Anwender festgelegt werden und wird nicht vom Programm vorbestimmt.
In welchem Umfang der Anwender Grundsätze der Terminologiearbeit berücksichtigt, sollte auch nicht vom System vorgegeben sein. Es sollte dem Übersetzer, der damit nur eine Liste von "Äquivalenzen" in zwei Sprachen anlegen will, also nicht vorschreiben, dass bestimmte Felder (z.B. Definition, Kontext) bei jedem Eintrag ausgefüllt werden müssen. Andererseits darf es aber auch eine ambitioniertere Terminologiearbeit nicht torpedieren, indem es beispielsweise nur eine beschränkte Zahl von Synonymen oder nur ein Kontextfeld je Eintrag zulässt.
Die meisten neueren Terminologieverwaltungssysteme erfüllen diese Anforderungen. Informationen zu den verschiedenen Systemen finden Sie auf den Internetseiten der Anbieter:
| Produkt | Anbieter |
|---|---|
| LogiTerm | Terminotix |
| MultiTerm | TRADOS |
| MultiTrans TermBase | MultiCorpora |
| WebTerm, TermStar | STAR |
| UniTerm | Acolada |
| WinCATS | Prof. Dr. Peter A. Schmitt |
Einige Übersetzungsspeicherprogramme (z.B. DéjàVu, Langenscheidt T1, Translator's Intuition, Wordfast) enthalten ebenfalls Terminologieverwaltungsfunktionen.