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Pressespiegel
zum Thema Dolmetschen, Übersetzen und Fremdsprachen
2000-06-17
Dolmetschprobleme beim Lockerbie-Prozess
Die libyschen Angeklagten im Lockerbie-Verfahren, das zur Zeit vor einem schottischen Gericht in den Niederlanden stattfindet, konnten der Beweisaufnahme des Gerichts zum Teil nicht folgen, weil die Übersetzung lückenhaft war. Sollten die Angeklagten verurteilt werden, könnte die Verteidigung dies als Berufungsgrund aufgreifen.
Die in englischer Sprache geführte Verhandlung wird für die beiden Libyer simultan gedolmetscht. Laut der Verteidigung wurde die Beweisaufnahme aber nur unvollständig und zum Teil unverständlich ins Arabische übertragen. Das Gericht will den Angeklagten jetzt eine Übersetzung der Sitzungsprotokolle nachreichen, außerdem soll langsamer verhandelt werden, damit die Dolmetscher ihre Aufgabe besser erfüllen können.
Quellen:
"Judge demands better translation for Libyan pair", Daily Telegraph, 10.6.2000
"Lockerbie judges ease translation situation", Airline Industry Information, 14.6.2000
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