Nach jahrelangem Rechtsstreit hat ein israelischer Archäologe Recht bekommen, der einen amerikanischen Verlag wegen der Verletzung seines Urheberrechts an der Übersetzung der Qumran-Rollen verklagt hatte.
Ein israelisches Gericht befand, dass die Rekonstruktion der Schriftrollen aus dem ersten Jahrhundert vor Christus ein schöpferischer Akt gewesen sei, der Sachkenntnis und Vorstellungskraft erforderte. Der Archäologe hatte den 121 Zeilen langen Text in elfjähriger Arbeit rekonstruiert und übersetzt. Ein amerikanischer Verlag hatte die Übersetzung ohne Erlaubnis des Archäologen, ohne Nennung seines Namens und ohne jegliche Vergütung veröffentlicht.
Der Verlag hatte argumentiert, die Übersetzung stelle lediglich eine "Entdeckung von Tatsachen" und kein schöpferisches Werk dar. Er wurde jetzt zur Zahlung einer Entschädigung von umgerechnet rund 25.000 € (und zur Übernahme der Gerichtskosten) verurteilt.
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