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    2002-10-19 Seitenmeister

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       Pressespiegel
    zum Thema Dolmetschen, Übersetzen und Fremdsprachen



    2002-10-19

    EU-Ministerrat: Wer dolmetschen lässt, soll zahlen

    Wenn der Europäischen Union im Jahr 2004 zehn neue Mitgliedstaaten beitreten, werden auch die Übersetzungs- und Dolmetschkosten steigen. Der Rat der Europäischen Union (in dem die EU-Regierungen vertreten sind) überlegt, wie sich eine Kostenlawine vermeiden lässt.

    Sollte sich ein schwedischer Vorschlag durchsetzen, könnten künftig die Mitgliedstaaten zur Kasse gebeten werden, die bei Sitzungen in ihre Sprache dolmetschen lassen. Dies würde zumindest für die vielen Sitzungen von Arbeitsgruppen gelten, wenn auch nicht für Sitzungen der Minister, bei denen weiterhin aus und in alle Amtssprachen gedolmetscht würde.

    Die Europäische Kommission und das Europäische Parlament machen sich Berichten zufolge ebenfalls Gedanken um kostensparende Lösungen. Bestand wird aber wohl das Prinzip haben, dass alle Rechtsvorschriften weiterhin in alle Amtssprachen übersetzt werden. Auch ist schwer vorstellbar, dass die Debatten im Europäischen Parlament nicht mehr aus und in alle Sprachen gedolmetscht werden, damit die Volksvertreter sich in ihrer Muttersprache äußern und auch Besucher den Parlamentsdebatten folgen können.

    Quelle:
    Brussels plans to charge EU members for interpreters, Financial Times, 15.10.2002

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