Wladimir Putin hat am 12. Dezember ein Sprachengesetz für die Russische Föderation unterzeichnet. Es sieht unter anderem vor, dass für alle Nationalsprachen die kyrillische Schrift zu verwenden ist.
Front gegen das Gesetz macht Tatarstan, das 1999 die lateinische Schrift eingeführt hat (für einen Übergangszeitraum bis 2011 kann dort aber weiterhin das kyrillische Alphabet verwendet werden). Der Präsident der Republik Tatarstan hat bereits angekündigt, das Sprachengesetz deshalb zu boykottieren. Außerdem soll das Verfassungsgericht der Russischen Föderation angerufen werden.
Ebenfalls unzufrieden mit dem Gesetz ist Karelien, wo erwogen wird, das Finnische als Amtssprache anzuerkennen, und das schreibt sich nun einmal mit lateinischen Buchstaben.
Auch in Tschetschenien hat die (von der Russischen Föderation nicht anerkannte) Regierung das kyrillische durch das lateinische Alphabet und inzwischen durch die arabische Schrift ersetzt.
Quelle:
Polska Agencja Prasowa, Prezydent podpisał kontrowersyjną ustawę o językach narodów Rosji, 2002-12-12
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