Die Europäische Kommission plant, die von ihr betriebene Terminologiedatenbank EURODICAUTOM in naher Zukunft nicht mehr öffentlich zugänglich zu machen, so der Weltdachverband der Übersetzer, die Féderation internationale des traducteurs (FIT).
Noch erlaubt diese Datenbank für Terminologie in allen elf Amtssprachen der Europäischen Union den Zugriff über das Internet. Trotz schwankender Qualität der Einträge erfreut sich dieses "Online-Wörterbuch" in Übersetzerkreisen eines regen Zuspruchs.
EURODICAUTOM wird vom Übersetzungsdienst der EU-Kommission betrieben. Dieser Dienst soll Anfang 2003 eine neue Struktur erhalten, in der es für die Terminologieabteilung in ihrer bisherigen Form dem Vernehmen nach keinen Platz mehr geben wird. Gründe für die Umstrukturierung sind die Konzentration auf Kernaufgaben und die Bewältigung der EU-Erweiterung, nach der der Übersetzungsdienst mit voraussichtlich neun weiteren Sprachen arbeiten wird.
Die FIT ruft zur Unterzeichnung einer Online-Petition auf, in der die EU-Kommission ersucht wird, den öffentlichen Zugang zu EURODICAUTOM aufrechtzuerhalten.
Quelle:
Féderation internationale des traducteurs,
Lettre concernant EURODICAUTOM, 2002-12-16
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